HowTo: Microsoft p&p – Web Service Factory / Service Factory (Teil 1: Grundlagen & ASMX Variante)

image

In dem vorherigem HowTo ging es allgemein um Software Factories von dem patterns&practices Team – heute widmen wir uns mehr der Web Service Factory – auch Service Factory genannt.

Wichtigste Ressource:

Auf der MSDN Seite der Web Service Factory gibts einen groben Überblick was es alles für Quellen gibt – die meisten Sachen sind allerdings auf Codeplex.

 

Service Factory installieren und die HOLs dazu installieren:

Im MS Downloadbereich kann man den aktuellen Release (vom Dezember 2006) runterladen, dieser beinhaltet jeweils für C#:

  • ASMX Services
  • WCF Services

Nach der Installation hat man dann im Visual Studio 2 neue Projekttypen:

image

Dazu (um die ganze Sache mehr zu verstehen) würde ich noch die HOLs ebenfalls runterladen. Im nächsten Schritt werde ich grob das Resultat des HOLs erklären.
Es gibt diese HOLs einmal für ASMX Services und WCF Services – ich werde ganz kurz auf die Struktur von der ASMX Variante eingehen und später aber direkt mit WCF arbeiten, da dies in der Zukunft ASMX ablöst. Ich würde jedem empfehlen, die Exercise mal durchzugehen, man braucht grob 1-2h dafür.

Erklärung an den HOLs in der ASMX Variante:

  • Start (nachdem man sich durch die Wizards geklickt hat):

image

Man kann den Aufbau grob in 3 Teile gliedern:

  • BusinessLayer
  • DataLayer
  • ServiceLayer

In dem BusinessLayer (BusinessEntities/BusinessLogic) werden die einzelnen Klassen angelegt, die wir benötigen um die Daten darzustellen und eine gewisse Logik enthalten.
Der DataLayer gibt direkt Zugriff auf eine Datenbank – ideal ist natürlich MS SQL, aber es müsste auch Oracle und co. gehen – mit den Create/Read/Update/Delete Befehlen.
Im Servicelayer machen wir dann unsere Operationen zugänglich.
Jede Schicht ist nur lose miteinander gekoppelt – zum Beispiel hat der Service Layer ebenfalls ein DataType: Ob man diesen jedoch braucht, hängt ganz vom eigenen Geschmack ab. Man kann es nutzen, muss aber nicht.

Grobe Erläuterung der einzelnen Projekte:

  • Coho.ClubServices.Membership.DataAccess:
    • Zugriffsschicht auf Datenbank und gibt dieses an die BusinessEntities weiter
  • Coho.ClubServices.Membership.BusinessEntities:
    • Logische Daten
  • Coho.ClubServices.Membership.BusinessLogic:
    • Irgendwelche logischen Operationen oder Managementklassen um die Entities zu bearbeiten etc.
  • Coho.ClubServices.Membership.DataTypes:
    • Mapping zwischen den Entities die man in dem Service benutzt und den eigentlichen BusinessEntities
  • Coho.ClubServices.Membership.ServiceContract:
    • Beschreibt, welche Operationen generell möglich sind - hier sind nur Interfaces vorhanden
  • Coho.ClubServices.Membership.ServiceImplementation:
    • Die Implementierung des Contracts
  • Coho.ClubServices.Membership.Host:
    • Hostet die Service Implementierung

Das andere Projekt dient zum Testen des Service.

  • Ende (nach Exercise 10):

image

Wie man hier schon sieht – einige Projekte sind entfernt wurden.

Die Struktur am Anfang wurde vereinfacht. So beinhaltet jetzt das BusinessLogic Projekt auch neben der eigentlichen Logik auch die Entities und die Data Access Schicht.

image

Das sollte bereits zeigen, dass die Struktur auch jeweils an die Bedürfnisse angepasst werden kann.

Im nächsten HowTo wird es dann um die WCF Variante gehen und wie man dies praktisch implementiert.

 

Links:

Grundlagen HowTo
patterns&practices Team @ MSDN
Web Service Factory @ MSDN
Web Service Factory / Service Factory @ Codeplex
Download: Web Service Factory Release Dezember 2006
Hands-on-Lab mit ASMX und WCF

Letzte Posts

  • image.png
    RavenHQ–RavenDB in der Cloud

    Ayende Rahien hat es heute verkündet – RavenHQ, der RavenDB Cloud Hoster (natürlich von und mit Ayende) ist ab heute raus aus der Beta und man kann es von überall aus nutzen. In der Betaphase waren nur Nutzer von AppHarbor zugelassen. Was ist RavenHQ? RavenHQ ist im Grunde ein gehostes RavenDB in den Rechenzentren von ...

  • image.png
    GitHub for Windows–erste Eindrücke

    Git ist schon eine tolle Sachen und eröffnet viele neue Möglichkeiten – allerdings ist der Einstieg recht hart und selbst wenn man die guten Hilfsanleitungen auf GitHub befolgt, kommt man am Anfang nur langsam vorwärt. Insbesondere ist das Tooling für Windows / .NET Entwickler auch nicht gerade “bekanntes Terrain”. GitHub to the rescue! Die GitHub ...

  • image.png
    Chocolatey–apt-get für Windows

    Durch Zufall bin ich auf das Tool “Chocolatey” gestoßen. Wer die Website sich anschaut, wird evtl. eine Verwandschaft mit NuGet ausmachen. Was macht Chocolatey? Chocolatey ist ein “Maschine Package Manager”, das bedeutet, dass man für seine Maschine einfach Tools runterladen und Updaten kann – direkt über die Konsole. Was ist der Unterschied zu NuGet? NuGet ...

  • image.png
    SASS, LESS & Coffeescript in Visual Studio mit der Web Workbench

    CSS und Javascript sind die “kleinste” Schnittmenge von allen Browsern für die Erstellung von Web-Applikationen. Leider geht dabei etwas komfort verloren, daher lieben alle Webentwickler jQuery! SASS und LESS sind zwei Varianten, wie man “schöner” CSS schreiben kann und Coffeescript versucht Javascript Entwicklung zu vereinfachen. Aber immer der Reihe nach… Was ist SASS? SASS steht ...

  • image.png
    Code-Inside Sample nun auf GitHub: Google Code zu GitHub Migration

    Seit einiger Zeit habe ich Beispielcode auf Google Code bereitgestellt. Einfach nur noch weg von Google Code O-Ton damals war: Ich hatte mich für Google Code entschieden, weil ich hoffe dass früher oder später die Google Code Suche nutzbar ist und es dadurch wenigstens ein kleiner Mehrwert entsteht. Allerdings wirft es momentan noch ein Fehler. ...

Support us!