Team Foundation Service – ein erster Blick auf den TFS in der Cloud

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Willkommen im 100% Microsoft-approved Developer Tooling: Seit letzte Woche sind die Team Foundation Services in den RTM Status gegangen – d.h. man kann und darf damit produktiv arbeiten, allerdings gibt es noch keine absoluten Angaben zum Preis.

Nur soviel ist jetzt bekannt (ohne Gewähr) :

- Teams bis zu 5 Mann können kostenlos die Team Foundation Services nutzen

- Keine Beschränkungen in Anzahl der Projekte

- Build-Service wird vermutlich irgendwann in einem bestimmten Rahmen Geld kosten. Ist aber noch im Beta Status

- Preise erst 2013, bis dahin ist es für alle kostenlos

Mehr Details gibt es hier.

Zum Team Foundation Service

Kurzfassung: Der Team Foundation Service ist ein gehosteter Team Foundation Server von Microsoft.

Wer schon mit dem TFS zutun hatte, der kennt vermutlich Freud- und Leid damit. Allerdings komme ich nicht umhin einen grossen Respekt Microsoft auszusprechen, denn der Einstieg empfinde ich als äußerst gelungen und ich stelle mir den TFS auch nicht gerade als eine sehr simple Cloud Applikation vor ;)

Kurze Einstieg

Wir erstellen eine Standard MVC App:

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Melden uns vorher auf der TFS Seite an und erstellen einen Account ( & verbinden ihn mit unserem Microsoft Account) und erstellen ein Teamproject.

Nun können wir im Visual Studio gewohnt die Adresse eingeben:

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Und nach einer Anmeldung…

 

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… können wir hier alle unsere Teamprojekte sehen:

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Fügen unsere Solution dem Teamprojekt hinzu:

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Fertig.

Noch nicht ganz… man kann natürlich auch Builds erstellen:

Das Anlegen einer Build-Definition geht nur aus dem Visual Studio heraus – bzw. habe ich nichts auf der Weboberfläche gefunden.

Die Build Definitions sehen grundsätzlich so aus, wie man es von einer normalen TFS Installation gewohnt ist. Hier sind mir ein paar Sachen noch aufgefallen – kann aber auch generell am TFS 2012 liegen:

Der Output eines Builds liegt im Source Control – alles andere stell ich mir in einer Cloud Umgebung auch nicht so einfach vor.

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Es gibt zudem ein Azure Deployment Process Template:

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So wie es aussieht, kann man aber auch Build Templates verändern bzw. andere hochladen.

Web UI

Natürlich gibt es auch eine schicke Web UI

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Hui oder Pfui?

Tja – so generell kann man das nicht sagen. Sowohl als (TFS) Benutzer als auch als Software-Entwickler (das läuft in der CLOUD – huiuiuiui) bin ich recht angetan von dem Service, auch wenn ich jetzt direkt keine Verwendung dafür habe.

Die Entscheidung den Service bis 5 Mann kostenlos anzubieten ist eine Kampfansage an diverse SVN und Git Hoster – insbesondere da man hier noch ein Build System dazubekommt. Für Entwickler auf der Microsoft Plattform, welche keine eigene Infrastruktur haben oder nicht mehr haben wollen: Einfach mal probieren.
Bei größeren Teams oder “ernsthaften” Sachen würde ich mir aber dann doch noch das Pricing anschauen.
Bei ganz großen Geschichten (Hallo Konzernmitarbeiter!) muss man vermutlich erstmal mit seinem CTO abklären ob man denn Firmen Source Code in die Hände von Microsoft geben will oder darf ;)

Natürlich kann man sich immer streiten ob der TFS Segen oder Fluch ist – ist aber ein anderes Thema ;)

Ausblick?

Es bleibt abzuwarten welche Features Microsoft demnächst “online” schaltet – in diesem Blogpost ist jedenfalls davon die Rede, dass Microsofts Cloud TFS recht kurze Release-Zyklen hat. Bis es den normalen “TFS” einholt dauert es noch etwas. Features wie das Lab-Management stelle ich mir auf einer Cloud-Umgebung ziemlich interessant vor (und hoffe das es keine Unsummen kosten wird). Vermutlich werden einige Sachen auch etwas kniffliger sein als auf der eigenen Umgebung (Debugging des Builds… meist geht das direkt auf dem Build Agent per RDP am besten ;) ).

Frage an euch

Nutzt jemand bereits aktiv das Angebot oder plant es zu nutzen?

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About the author

Written by Robert Mühsig

Hi, ich bin Robert Mühsig und bin Webentwickler und beschäftige mich mit Web-Frameworks auf dem Microsoft Web Stack und scheue mich auch nicht vor Javascript. Der Blog begann als "Problemsammelstelle und Lösungshilfe" und seitdem schreibe ich hier alles auf. Seit 2008 bin ich Microsoft MVP für ASP.NET. Treffen kann man mich online via Twitter (@robert0muehsig) oder hier.

4 Responses

  1. Hallo Robert,
    ich benutze die Team Foundation Services für meine eigenen kleinen Projekte schon seit einem halben Jahr aktiv. Ich weiß das du immer viel über den TFS meckerst, aber ich komme mit ihm sehr gut klar ;) ..
    Übrigens wenn man von Azure die neuen Websites mit dem TFS verbindet, wird dabei automatisch ein Build eingerichtet, welcher nach jedem erfolgreichen Build, die neue Webseite gleich in die Cloud publiziert.

    Reply
    • Klingt interessant – irgendwelche Schwierigkeiten bis jetzt gehabt? Das Build Feature find ich ja am interessantesten – hast du damit mehr gemacht als mit den Standard Build-Definitionens?

      Reply
      • Bisher nutze ich nur die Standard Build Definition für meine Homepage und einen ASP.NET Web API Service. Aber in Zukunft wird es bestimmt mehr werden.

        Ich vermute aber, sobald man irgendwelche zusätzlichen Dinge für das Build benötigt, sollte man sich eine eigene Build Maschine aufsetzen, auf welcher man dann alles notwendige installieren kann.

        Reply
  2. Verwende ebenfalls den Team Foundation Service seit etwa einem halben Jahr für firmeninterne Projekte. Als Ein-Mann-Entwickler verwende ich TFS aber lediglich für die Versionskontrolle und nur ganz am Rande die ALM-Features.
    Übrigens gibt es inzwischen auch eine kostenlose TFS Express Version, wobei ich finde man kann sich die Infrastrukturkosten und den Administrationsaufwand sparen und einfach mal einen Blick auf die Cloud Lösung werfen. Ich bin damit jedenfalls hochzufrieden!

    Reply

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