HowTo: “PublishedApplications” mit MSBuild & dem TFS für Windows Services / DLLs

image

Wir benutzen bei uns für den Build Prozess MSBuild und nutzen den Team Foundation Server. Wer eine ASP.NET Applikation baut bekommt diese in einem “PublishedWebsites” Ordner serviert. Jegliche andere Sachen werden aber einfach ins Bin/Release Verzeichnis kopiert. Da das nicht gerade besonders hilfreich ist, kann man das natürlich auch ändern – allerdings mit etwas basteln.

Was muss man tun um die Ordnerstruktur beizubehalten?

Eigentlich möchte man ja pro Applikation einen eigenen Output Folder haben. Leider baut der TFS alles und kopiert das Ergebnis einfach ins Release Verzeichnis.
In unserem Beispiel haben wir eine TFSBuild.proj Datei, welche momentan 3 Solutions baut.
Die Solutionnames sind bei uns natürlich etwas anders ;)

  • “Websolution1” enthält im Großen und Ganzen eine ASP.NET MVC Webseite.
  • “Websolution2” enthält einen Webservice
  • “WindowsSolution1” enthält einen Windows Dienst und einige andere Klassenbibliotheken.

Der TFS legt automatisch für ASP.NET Projekte einen “PublishedWebsites” Ordner an.

Hier mal direkt einen Ausschnitt aus dem TFSBuild.proj File:

    <SolutionToBuild Include="$(BuildProjectFolderPath)/../../Main/Source/Websolution1.sln">
        <Targets></Targets>
        <Properties>OutDir=$(OutDir)</Properties>
    </SolutionToBuild>
    <SolutionToBuild Include="$(BuildProjectFolderPath)/../../Main/Source/Websolution2.sln">
        <Targets></Targets>
        <Properties>OutDir=$(OutDir)</Properties>
    </SolutionToBuild>
    <SolutionToBuild Include="$(BuildProjectFolderPath)/../../Main/Source/WindowsSolution1.sln">
      <Targets></Targets>
      <Properties></Properties>
    </SolutionToBuild>
  </ItemGroup>

  <PropertyGroup>
    <CustomizableOutDir>true</CustomizableOutDir>
  </PropertyGroup>

Wichtig ist die untere PropertyGroup und das der Wert “CustomizableOutDir” auf “true” gesetzt ist. Damit wird im Grunde der Default-Mechanismus des TFS ausgeschalten. Daher muss man in den Properties das OutDir mitgeben. Da es bei den Webseiten keine Problem gab setzt ich es wieder zum Standard.

Nun geht man in die Projektdatei von dem Windowsservice (welche in der WindowsSolution1) ist. Dort hab ich es wie folgt angepasst:

  <PropertyGroup>
    <PublishedApplicationOutputDir Condition=" '$(TeamBuildOutDir)'!='' ">$(TeamBuildOutDir)_PublishedApplications\$(MSBuildProjectName)</PublishedApplicationOutputDir>
    <PublishedApplicationOutputDir Condition=" '$(TeamBuildOutDir)'=='' ">$(MSBuildProjectDirectory)</PublishedApplicationOutputDir>
  </PropertyGroup>

  <PropertyGroup Condition=" '$(Configuration)|$(Platform)' == 'Release|AnyCPU' ">
    <DebugType>pdbonly</DebugType>
    <Optimize>true</Optimize>
    <OutputPath>$(PublishedApplicationOutputDir)</OutputPath>
    <DefineConstants>TRACE</DefineConstants>
    <ErrorReport>prompt</ErrorReport>
    <WarningLevel>4</WarningLevel>
  </PropertyGroup>

Wenn es vom TeamBuild gebaut wird gibt der TFS die Property TeamBuildOutDir mit rein und setzt entsprechend meinen gewünschten “PublishedApplication” Pfad.

Das ganze wird am Ende als OutputPath bestimmt und schon haben wir pro Windowsdienst / Klassenbibliothek etc. einen eigenen Output-Folder.

Meine Lösung stammt ursprünglich von diesem Blogpost. Hintergrund für das CustomizableOutDir Verhalten kann man in diesem Blogpost nachlesen.

Wenn man auf das Datum der Blogposts schaut, sieht man, dass das Problem schon etwas älter ist, aber ich bin jetzt erst drauf gestoßen ;)

MSBuild

Wer einen Einstieg in MSBuild sucht, der findet eine klasse Serie auf Thorsten Hans seinem Blog: Das MSBuild Universum

PS: Natürlich geb ich keine Garantie ab, dass dies die ideale Lösung ist. Aber es baut erstmal ;)


Kick It auf dotnet-kicks.de
Wenn dir der Blogpost gefallen hat, dann hinterlasse doch einen Kommentar. Wenn du auf dem Laufenden bleiben willst, abonniere unseren RSS Feed oder folge uns auf Twitter.

About the author

Written by Robert Mühsig

Robert Mühsig (@robert0muehsig) ist Webentwickler und beschäftigt sich mit Web-Frameworks (vor allem dem ASP.NET MVC Framework) und scheut sich auch nicht vor Javascript. Ansonsten bloggt er über all jene Probleme, die ihm über den Weg laufen. Seit 2008 ist er Microsoft MVP für ASP.NET und er arbeitet bei der T-Systems Multimedia Solutions GmbH in Dresden. Treffen kann man ihn online via Twitter (@robert0muehsig) oder dieser Seite oder bei der .NET User Group Dresden.

Comment on this post

Letzte Posts

  • image.png
    RavenHQ–RavenDB in der Cloud

    Ayende Rahien hat es heute verkündet – RavenHQ, der RavenDB Cloud Hoster (natürlich von und mit Ayende) ist ab heute raus aus der Beta und man kann es von überall aus nutzen. In der Betaphase waren nur Nutzer von AppHarbor zugelassen. Was ist RavenHQ? RavenHQ ist im Grunde ein gehostes RavenDB in den Rechenzentren von ...

  • image.png
    GitHub for Windows–erste Eindrücke

    Git ist schon eine tolle Sachen und eröffnet viele neue Möglichkeiten – allerdings ist der Einstieg recht hart und selbst wenn man die guten Hilfsanleitungen auf GitHub befolgt, kommt man am Anfang nur langsam vorwärt. Insbesondere ist das Tooling für Windows / .NET Entwickler auch nicht gerade “bekanntes Terrain”. GitHub to the rescue! Die GitHub ...

  • image.png
    Chocolatey–apt-get für Windows

    Durch Zufall bin ich auf das Tool “Chocolatey” gestoßen. Wer die Website sich anschaut, wird evtl. eine Verwandschaft mit NuGet ausmachen. Was macht Chocolatey? Chocolatey ist ein “Maschine Package Manager”, das bedeutet, dass man für seine Maschine einfach Tools runterladen und Updaten kann – direkt über die Konsole. Was ist der Unterschied zu NuGet? NuGet ...

  • image.png
    SASS, LESS & Coffeescript in Visual Studio mit der Web Workbench

    CSS und Javascript sind die “kleinste” Schnittmenge von allen Browsern für die Erstellung von Web-Applikationen. Leider geht dabei etwas komfort verloren, daher lieben alle Webentwickler jQuery! SASS und LESS sind zwei Varianten, wie man “schöner” CSS schreiben kann und Coffeescript versucht Javascript Entwicklung zu vereinfachen. Aber immer der Reihe nach… Was ist SASS? SASS steht ...

  • image.png
    Code-Inside Sample nun auf GitHub: Google Code zu GitHub Migration

    Seit einiger Zeit habe ich Beispielcode auf Google Code bereitgestellt. Einfach nur noch weg von Google Code O-Ton damals war: Ich hatte mich für Google Code entschieden, weil ich hoffe dass früher oder später die Google Code Suche nutzbar ist und es dadurch wenigstens ein kleiner Mehrwert entsteht. Allerdings wirft es momentan noch ein Fehler. ...

Auf Amazon einkaufen & unterstützen

Facebook