HowTo: Einstieg in "Cloud-Computing"

Cloud-Computing hört man heute immer mehr – doch was verbirgt sich dahinter? Welche großen Anbieter gibt es im Bereich des "Anwendungshostings" und was ist für Entwickler interessant?

image image image

Anwendungen "in der Wolke"?
Die großen Anbieter wie Google, Microsoft oder Amazon sprechen immer davon, dass man seine Anwendungen "in der Wolke" hostet – doch was bedeutet das eigentlich?

Heutzutage wird es meinst noch so sein, dass man irgendwo seine Hardware selber besorgt oder es im Rechenzentrum mietet und dann laufen die Server fleissig vor sich hin und man installiert seine Software.

Häufig kommt es allerdings vor, dass es nur schlecht skaliert, weil Hardware erstmal teuer ist. Viele Webdienste hatten immer mal wieder Probleme, weil die Anwendung schlecht skaliert und die Entwickler nicht mit einem so großen Erfolg gerechnet haben.

Sobald man allerdings sich neue Server mietet, hat man sich nun daran gebunden. Kurzfristige Aktionen oder Zeiten in dem man mehr Rechenleistung benötigt wird, ist erstmal kompliziert umzusetzen.

Der Wunschtraum
Die Idee dahinter ist immer folgende: Stell dir vor du könntest deine Anwendug installieren bzw. dir diese Dienstleistung mieten und wenn ein Ansturm von Leuten kommt, dann geht es dynamisch hoch und ich brauch immer nur das Bezahlen was ich auch wirklich brauche.

Google:
Google bietet die App Engine an. Darauf kann man Phyton Programm auf Googles Infrastruktur hosten – für .NET Entwickler schonmal eher weniger interessant.

Microsoft:
Microsoft hat zur PDC 2008 seine Windows Azure Plattform vorgestellt.

image

Windows Azure soll das "Windows für die Cloud" sein und Basisfunktionalitäten bereitstellen.

Darauf laufen verschiedene Services:

Momentan muss man sich für jeden Service einzeln Anmelden, da es momentan noch alles als CTP läuft. Die SDKs (bis auf das Live Framework) kann man sich auch schon so runterladen.

Windows Azure? Wie darf man sich das vorstellen?

Auch wenn es heisst, dass "Windows Azure" das Windows für die Cloud ist, wird man es nie so direkt sehen wie ein normalen Windows Server. Man stellt seine Anwendung über eine Managementseite online und das System kümmert sich um alles – man braucht keine RDP Verbindung machen etc.

Allerdings hat diese Architektur auch seinen Nachteil: Momentan gehen nur ASP.NET bzw. WCF Projekte. C++ oder andere Sprachen sind zwar angedacht, geht aber noch nicht.

Ich werde mich in den nächsten Blogpostes mehr damit beschäftigen. Wer interesse hat, sollte sich diese Links anschauen:

Amazon:

Amazon bietet eine Reihe von Webservices an, darunter auch die zum Shoppen auf Amazon:

image

Amazon geht ein anderes Modell. Das Produkt "Amazon Elastic Compute Cloud (Amazon EC2)" ist am eine Art "Instant-Server-Fabrik". Man kann relativ schnell einen Server sich auf Amazon Rechenzentrum nutzen. Linux und Windows Server 2003 wird unterstützt.
Um sich dies mal praktisch Vorzustellen, ist dieses Video sehr gut.

Amazon S3 ist vergleichbar mit der Blobstorage-Funktionalität von Windows Azure. Es können sehr einfach Dateien auf diese Dienste geschoben werden. Dropbox, ein Backuptool, nuttz S3 um die Daten zu speichern.

Amazons SimpleDB wird wahrscheinlich mit den SQL Services von Microsoft konkurrieren – es bietet Datenbankähnliche Funktionen, anders als S3. Es gibt sogar bereits interessante Integrationen in Visual Studio:

Wenn es die Zeit erlauben würde, würde ich mir auch Amazon mehr anschauen – allerdings find ich das Gesamtkonzept von Windows Azure auch nicht schlecht.

Was haben wir nun gelernt:

Es gibt ein paar große Anbieter und (jedenfalls für .NET Entwickler) ist sichlerich Azure oder Amazon interessant. Wenn die Dienste wirklich skalierbar sind und die Tools ausgereift sind, dann kann das durchaus interessant werden :)


Kick It auf dotnet-kicks.de
Wenn dir der Blogpost gefallen hat, dann hinterlasse doch einen Kommentar. Wenn du auf dem Laufenden bleiben willst, abonniere unseren RSS Feed oder folge uns auf Twitter.

About the author

Written by Robert Mühsig

Robert Mühsig (@robert0muehsig) ist Webentwickler und beschäftigt sich mit Web-Frameworks (vor allem dem ASP.NET MVC Framework) und scheut sich auch nicht vor Javascript. Ansonsten bloggt er über all jene Probleme, die ihm über den Weg laufen. Seit 2008 ist er Microsoft MVP für ASP.NET und er arbeitet bei der T-Systems Multimedia Solutions GmbH in Dresden. Treffen kann man ihn online via Twitter (@robert0muehsig) oder dieser Seite oder bei der .NET User Group Dresden.

2 Responses

Comment on this post

Letzte Posts

  • Carriage Return / Neue Zeile in Textareas

    Eine kleine Aufgabe: Jede neue Textzeile (Carriage Return/Wenn man Enter drückt ) in einer Textarea soll ein Element in einer Auflistung sein – wie mach ich das jetzt am einfachsten? Eigentlich ein grundlegendes Element im Web und der Nutzer macht bewusst Absätze – daher wäre es nur gerecht, wenn man das auch entsprechend würdigt. Kleine ...

  • image.png
    Doom, Quake, Wolfenstein & co. Source Code auf GitHub

    id Software, die Macher von Doom, Quake, Wolfenstein & co., stellen regelmäßig ihre älteren Spieltitle als Open Source zur Verfügung. Das Ganze runterzuladen fand ich bisher immer recht mühselig, allerdings gibt es seit kurzer Zeit die Sourcen auch auf GitHub. Darunter Spiele wie Doom 3, Quake 3, Wolfenstein für iOS. Wer also schon immer mal ...

  • image.png
    Twitter Bootstrap 2.0 released & “Release Präsentation”

    Wie bereits vom Twitter Bootstrap Team angekündigt wurde offiziel die Version 2.0 des UI Toolskits “Twitter Bootstrap” veröffentlich. Zudem wurden die Slides, welche bei der Release Party gezeigt wurden auch veröffentlicht: Downloads finden sich auf der Twitter Bootstrap Seite auf GitHub. Wenn dir der Blogpost gefallen hat, dann hinterlasse doch einen Kommentar. Wenn du auf ...

  • image.png
    Javascript zu Dart Translator

    Dart, Google Javascript Alternative, wurde vor ein paar Monaten vorgestellt und die Webentwickler Szene ist noch etwas gespalten, ob Dart nun überflüssig ist oder einfach nur cool und längst überfällig ist. Um die Sprache näher zu erläutern hat Google die grundlegenden Javascript Basics nach Dart übersetzt. Das Ergebnis ist der “Translator”. Der Name mag momentan ...

  • Twitter Bootstrap 2.0–“Beta”

    Twitter Bootstrap, ein UI-Toolkit für Web-Applikationen von Twitter, erscheint (wie bereits berichtet) demnächst in der Version 2.0. Der offizielle Release ist am 31. Januar, allerdings beginnt jetzt laut Mark Otto (einer der Hauptentwickler von Twitter Bootstrap) die intensive Test-Phase. Das heisst, das es nun offiziel auch die 2.0 Dokumentation online gibt. Im Vergleich zur aktuellen ...

Support us!

Facebook