Was das ASP.NET MVC Modell bringt
In den vergangen “Wöchentlichen Rundablagen” ging es mehrfach um das Thema ASP.NET MVC, doch was bringt es dem ASP.NET Entwickler oder Einsteiger eigentlich?
Das ASP.NET Webforms Modell ist für die alteingessenen ASP.NET Entwickler bekannt und wahrscheinlich auch für gut befunden. Da ich allerdings aus der PHP Ecke komme hat mir dieses Modell nicht wirklich zugesagt. Am Anfang hab ich gedacht, dass es genauso ist, wie mit einer Desktop-Applikation (genau das hat ja Microsoft versucht: Webforms = Winforms). Allerdingt ging dieses Konzept nicht ganz auf – jedenfalls nicht für mich. Postbacks fand ich immer etwas arg umständlich und das Problem “dynamisch hinzugefügte Controls” ist und bleibt irgendwie nicht ganz einfach zu lösen.
Insbesondere für Einsteiger aus der PHP Ecke ist das ganze System mit den Postbacks nicht ganz nachvollziehbar.
Jetzt kommt also von Microsoft direkt ein MVC basiertes ASP.NET – aber was ist eigentlich MVC?
Model-View-Controller ist ein Archtikturmodell und wurde gegen 1980 entwickelt und besagt eine Strickte Trennung zwischen dem “Model” – also den Daten, den “View”, also wie es Präsentiert wird und dem “Controller”, welcher die Steuerung dessen übernimmt.
Mit mehr Bildern und in der ASP.NET Welt findet man das ganze auch hier gut erklärt.
Achtung: MVC != MVP – sie sind ähnlich, aber nicht gleich.
ASP.NET MVC – Microsoft entdeckt die Webentwicklung neu
Vor gut einem Monat kam der erste Blogpost von Scott Guthrie zu dem neuen ASP.NET MVC Modell, seitdem ist die Entwicklerszene doch schon sehr gespannt auf die hoffentlich bald kommende CTP.
Zum Verständnis sollte noch erwähnt werden, dass das ASP.NET MVC Modell kein Abkehr von dem Webforms Modell ist – sondern es ist eine Alternative.
Was bringt einem das ganze nun?
- Meiner Meinung nach, werden besonders Einsteiger oder PHP Leute mit diesem Modell wesentlich besser fahren als mit dem Webforms Modell.
Also PHP Entwickler bearbeitet man den HTML Code direkt, in dem man in der PHP Datei das Markup via “echo” ausgibt. Wenn man das mit dem Webforms Modell vergleicht, sind es zwei verschiedene Welten.
Das “neue” ASP.NET MVC Modell geht tritt näher an diese Welt heran. Brad Abrams zeigt z.B. wie man ein RSS Feed mit dem ASP.NET MVC Modell erstellt. Insbesondere wie man das RSS “Template” mit den Daten befüllt sollte jedem PHP Entwickler bekannt vorkommen. - Zudem wird durch die strickte Trennung die Software allgemein besser gerüstet für Tests. Man kann nun genau prüfen, ob der Controller seine Aufgabe macht wie er soll mit UnitTests usw.
Insbesondere für größere Projekte sollte dies eigentlich ein sehr guter Grund für das MVC Modell sein. - Microsoft legt sich dabei nicht auf eine bestimmte Technologie für den Datalayer oder für die Tests und alles drum herum fest: Jeder kann das nutzen was er möchte z.B. Subsonic für die DAL. Es gibt mehr Interfaces (IHttpRequest /IHttpResponse) und es kann z.B. das “Routing” oder die “Controller” mit eigenen Klassen erweitert werden.
- Das Thema “Routing” ist etwas kryptisch umschrieben: Dabei geht es um SEO taugliche URLs – Product.aspx?id=22312&view=details sieht einfach nicht so schön aus wie Product/1/Detail. In der PHP Welt erreicht man sowas durch mod_rewrite. Diese Verhalten kann man nun über so genannte “Router” in ASP.NET nachempfinden. Bei Suchmaschinen kommen solche URLs wesentlich besser an, als diese kryptischen.
Scott Guthries Demoprojekt
Vor 2 Tagen starte Scott auf seinem Blog eine Serie um die Möglichkeiten von dem MVC Modell zu zeigen.
Abschließende Bemerkung
Meiner Meinung nach wird das die ASP.NET Welt nachhaltig verbessern – ich mag die Webforms nicht und fand sie immer unsympathisch, daher bin ich sehr gespannt auf das MVC Modell (das wird bestimmt den ein oder anderen Blogpost Wert
)

























ASP.NET 3.5 Extensions - December CTP verfügbar | Code-Inside Blog sagt
am 10. Dezember 2007 @ 07:44
[...] Für alle die, die noch garnix darüber gehört haben: ASP.NET MVC ist eine Alternative zu den Webforms, welche eine bessere Kontrolle über den gerenderten HTML Code ermöglicht und durch das MVC Modell besser aufgeteilt und auch testbarer wird (siehe hier). [...]
Jamil sagt
am 4. Februar 2008 @ 15:24
Take a look on the below article it is good
MVC article
Jamil sagt
am 4. Februar 2008 @ 15:26
You can also take a look on this article MVC code sample
HowTo: Einfache Tests - UnitTests (oder keine Angst vor UnitTests…) | Code-Inside Blog sagt
am 22. Mai 2008 @ 22:36
[...] In ASP.NET (WebForms) ist dies allerdings nicht ganz so leicht. In ASP.NET MVC wurde darauf ein besonderer Augenmerk gelegt.Auch in Silverlight 2 wurde das Thema [...]
HowTo: ASP.NET MVC - Was ist es und warum sollte man es sich anschauen? | Code-Inside Blog sagt
am 6. Oktober 2008 @ 00:25
[...] Frage habe ich versucht in einem recht alten Blogpost bereits zu beantworten. Es gibt von der letzten Mix noch eine gute Präsentation von Scott [...]
Silverlight Travel sagt
am 24. Oktober 2008 @ 14:57
Wenn es dann noch eine Silverlight Integration geben würde!!
Robert Mühsig sagt
am 24. Oktober 2008 @ 16:18
Ob man als Frontend HTML, XML (für RSS Reader) macht oder die Daten über JSON an ein Silverlight Frontend weitergibt macht am Ende nicht viel Unterschied.
Mit MVC ist man da relativ offen, wie man den "View" nun gestaltet.
Programming with Silverlight, WPF & .NET » Silverlight und ASP.NET MVC sagt
am 13. Februar 2009 @ 21:05
[...] Mühsig hat im Code-Inside Blog berichtet, was (seiner Meinung nach) das ASP.NET MVC Modell bringt. Weitere Informationen zu dem [...]
Rainer sagt
am 15. März 2009 @ 10:15
Also ein URL rewrite kann man mit dem "klassischen" ASP.NET auch machen. Das Routing in MVC ist ja ein komplett anderer Ansatz. Da werden nirgends mehr URLs zusammengebaut, sondern an einer zentralen Stelle definiert.
Voodoo und ASP.NET MVC in der Webentwicklung – Interview mit Microsoft MVP Rober Mühsig - Der Softwareentwickler Blog sagt
am 12. November 2009 @ 09:37
[...] ich dann von ASP.NET MVC gehört habe, war ich natürlich begeistert. Dieser Ansatz kam meiner alten PHP Arbeits- und [...]